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Kontra fĂĽr EnBW


Anti-Atom-Aktion

Greenpeace-Aktivisten fordern am EnBW-Truck den Atomausstieg

26.7.2009: 15 Greenpeace-Aktivisten aus ganz Baden-Württemberg protestierten auf dem Esslinger Marktplatz gegen die Pläne des Energiekonzerns EnBW (Energie Baden-Württemberg), die Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerks Neckarwestheim I per Gerichtsentscheid durchsetzen zu lassen. Neben dem Energieberatungstruck der EnBW bauten sie ein 3 m hohes Stoff-AKW und machten mit einem „Störfall“-Szenario auf die Gefahren der Atomenergie aufmerksam. Auf einem Banner mit der Aufschrift: „Energie ist Verantwortung – Deshalb: Neckarwestheim abschalten!“ forderten sie die EnBW auf, Verantwortung für den von ihr betriebenen 33 Jahre alten Atommeiler zu übernehmen. Die Passanten konnten mit Protestpostkarten den Energiekonzern aufzufordern, seinem Leitsatz „Energie ist Verantwortung“ gerecht zu werden.
Laut Atomkonsens sollte das Kraftwerk bereits Ende 2008 vom Netz gehen. Dies verzögert sich nun bis voraussichtlich Anfang 2010, da die Reststrommenge langsamer als ursprünglich geplant verbraucht wurde. Wenn es nach dem Willen der EnBW geht, soll Neckarwestheim I bis 2017 am Netz bleiben. Um dies zu ermöglichen, will der Konzern Strommengen von Neckarwestheim II auf Block I übertragen lassen. Im Gegenzug solle Block II nicht wie geplant 2021, sondern ebenfalls 2017 stillgelegt werden. Das Bundesumweltministerium hat dies abgelehnt. Die EnBW klagt derzeit gegen diesen Bescheid. Greenpeace fordert von der EnBW die Abschaltung von Neckarwestheim I zum vereinbarten Zeitpunkt und den Ausstieg aus der Atomenergie so schnell wie technisch möglich, sowie massive Investitionen in Erneuerbare Energien und Effizienzmaßnahmen.

Ulrich