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Kohle stoppen

kommt alle zur GroĂźdemo beim Hambacher Wald!

Esslingen, 29.09.2018 – St. Agnes-Brücke: Auf dem Boden liegt ein großes gelbes Banner mit der Aufschrift „Kohle stoppen – Wald retten!“, und wir werben damit für die große Demo in einer Woche beim Hambacher Forst. Natürlich sind es nur Einzelne, die sich vorstellen können, den weiten Weg bis Buir in der Kölner Gegend auf sich zu nehmen, aber das Stichwort „Hambacher Forst“ wirkt auf erstaunlich viele wie elektrisierend. „Ja, da setze ich meinen Namen auf Euer Demobanner, auf diese Weise bin ich wenigstens ein bisschen mit dabei“. Selbst alten Menschen, die Mühe haben, sich zu dem auf der Straße liegenden Banner hinab zu beugen, ist es wichtig, auf diese Weise ihre Ablehnung gegen die Geschehnisse im Hambacher Forst zu bekunden.

Dort ist seit Wochen die Polizei – als Büttel des Energieriesen RWE – dabei, den Wald von in den Bäumen lebenden Umweltschützern zu „reinigen“, damit ab Anfang Oktober die Rodung des Waldes beginnen kann. Zwar hat sich in Berlin die sogenannte Kohlekommission zusammengefunden, um über den klimapolitisch dringenden und gleichzeitig sozial verträglichen Ausstieg aus der Kohle zu beraten, aber RWE will Fakten schaffen mit der fadenscheinigen Begründung, sonst würden uns allen bald die Lichter ausgehen.

Dabei gibt es Studien, u.a. von Greenpeace, die zeigen, wie Deutschland mithilfe der Unterstützung für nachhaltige Energiequellen und Speichertechnologien schon im Jahr 2030 die Energiegewinnung aus Kohle hinter sich lassen könnte. Zudem ist Braunkohle mit Abstand der klimaschädlichste Energieträger, und Deutschland fördert weltweit am meisten davon. Dazu kommen gesundheitliche Schädigungen, die Zerstörung ganzer Dörfer, und eben auch die Zerstörung von Wäldern, die für unser Klima so wichtig sind.

Doch der friedliche Protest gegen die anstehende Rodung des Hambacher Forstes wächst und wächst: zu den sonntäglich stattfindenden Waldspaziergängen reisen tausende Menschen an, ein breites gesellschaftliches Bündnis ruft nun zu einer Großdemonstration am Samstag, 06.10. gegen die Pläne von RWE in Hambach auf, und auch in Esslingen setzen überraschend viele Passanten ihre Unterschrift auf unser Banner, das zusammen mit den Bannern von etwa 50 weiteren Greenpeace-Gruppen bei der Demo zeigen wird, wie viele Menschen hinter unserer Forderung stehen: „Retten statt roden!“

Ulrich