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Retourenskandal

30% aller Online-Retouren werden geschreddert

Esslingen, 23.06.2018: „Haben sie schon von dem Retouren-Skandal im Onlinehandel gehört?“ fragten wir die Passanten auf der St.Agnes-Brücke, und erstaunlich viele waren informiert und spontan bereit, unsere Petition zu unterzeichnen. Mit möglichst vielen UnterstützerInnen wollen wir von Svenja Schulze, Umweltministerin (SPD) ein gesetzliches Vernichtungsverbot für neuwertige Ware fordern. Denn von den jährlich 250 Millionen Retouren in Deutschland werden 30% nicht wieder in den Handel gebracht sondern geschreddert! Ob Textilien, Haushaltswaren oder Elektronik: die Neuverpackung und Lagerung bis zum Wiederverkauf ist teurer als die „Entsorgung“. Und auch das Spenden an Bedürftige ist mit einer Schenkungssteuer belegt – und für die Firmen sowieso uninteressant. So werden wertvolle Rohstoffe, Energie und Arbeitskraft sinnlos verschwendet und die Umwelt unnötig belastet.

Natürlich ist mit einem Vernichtungsverbot nicht alles plötzlich gut, denn das eigentliche Problem liegt viel tiefer. Mit unserem zügellosen Konsumverhalten heizen wir diese Art des Umgangs mit den Dingen an, anstatt auf weniger Konsum, auf Recycling, Selbermachen und Reparieren zu setzen und so auch verantwortlich für unsere Umwelt zu handeln und eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen.
So gesehen sind wir alle in der Pflicht, aber die UnterstĂĽtzung von Seiten der Politik ist ein wichtiger Baustein zum Erfolg.

Auf der Straße waren schon erstaunlich viele Passanten bereit, sich an der Petition zu beteiligen, aber auch online besteht die Möglichkeit, durch die eigene Teilnahme den Druck auf die Politik zu erhöhen.


Ulrich