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Make Something Week

Selbermachen statt kaufen

Esslingen, 09.12.2017: Im Zusammenhang mit der weltweiten
make-something-week ist auch Greenpeace aktiv, in über 40 Städten in Deutschland, und auch in Esslingen. Im ZAK in der Franziskanergasse 7 ist am Samstag, 09.12.2017 von 11 bis 17 Uhr alles auf „selber machen statt kaufen“ ausgerichtet. Die Greenpeacer haben eine Fülle von Ideen, Anleitungen und Kontakten zusammengetragen, um die Lust der Besucher zu wecken, selbst kreativ zu werden und damit dem Konsumwahn – vor allem in der Vorweihnachtszeit - etwas entgegenzusetzen.

Unsere Abhängigkeit von bequemen Wegwerfprodukten frisst zu viele Ressourcen, produziert endlosen Müll und schadet Umwelt und Klima. Doch durch Upcycling, Reparieren und Tauschen können wir den Kreislauf von Kaufen und Wegwerfen durchbrechen. Die „make something week“ will dazu ermuntern, ungenutzte Dinge mit neuen Augen zu betrachten, selbst Hand anzulegen und so einen kreativen Beitrag gegen den Massenkonsum zu leisten.

Ob wir nun Schmuck aus Plastikteilen, Elektronik-Bausteinen oder altem Besteck herstellen, ob wir abgetragene Kleidungsstücke in neuen Kombinationen zusammennähen, oder ob wir Lampenschirme gestalten aus LPs, Hüten oder was auch immer: der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und wem die Ideen ausgehen: bei Pinterest wird jede(r) fündig!

Natürlich ist auch die Reparatur von defekten Produkten ein guter Weg, unnötigen Konsum zu vermeiden. Wer sich selbst nicht zu Schrauben traut findet Unterstützung im Repaircafé oder im ständig anwachsenden Fundus von ifixit.

Darüber hinaus finden immer mehr Kleidertauschparties und zum Büchertausch umgerüstete Telefonzellen begeisterten Zulauf - eine weitere Möglichkeit, den Lebenszyklus von einmal gekauften Dingen zu verlängern und damit nicht nur den eigenen Geldbeutel zu schonen sondern auch die Umwelt. Denn die wird durch die Förderung und Verarbeitung von Rohstoffen massiv belastet, und zunehmend auch durch die unüberschaubaren Mengen an Abfällen an Land, im Wasser und in der Luft.

Und wer gar den Wunsch hegt, Dinge von vorneherein selbst zu machen: die Möglichkeiten sind enorm. Baumärkte, Bastel-, Woll- und Stoffläden bieten passendes Material und Werkzeug, und auch die Herstellung eigener natürlicher Hygiene- und Kosmetikprodukte ist so einfach wie noch nie - wobei die kritische Frage erlaubt sein muss, ob der Kauf der Zutaten nicht auch in (unnötigen) Konsum ausarten kann.

Auf jeden Fall bieten die Esslinger Greenpeacer eine breite Palette von praktischen Anregungen und theoretischen Überlegungen, freuen sich aber auch über Besucher, die nur auf einen Kaffee mit Kuchen und ein Schwätzle vorbei kommen. Leider klappt es mit den Besucherströmen nicht so gut: ein paar, die von der Idee begeistert sind und sich auch zum Ausprobieren und zum geistigen Austausch niederlassen. Alle anderen scheinen im Vorweihnachtstrubel keine Zeit zu haben.

Ein kurzes Video der Aktion gibt's hier.




Ulrich