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Arktisschutz

Mit der Eisbärdame Paula gegen Ölbohrungen in der Barentssee

Esslingen, 02.12.2017: Wie in jedem Jahr reisst der Strom der Besucher, die vom Bahnhof über die St. Agnes-Brücke zum Esslinger Weihnachtsmarkt gehen, nicht ab. Doch die meisten von ihnen bleiben erstaunt stehen, wenn sie Paula sehen. "Oh, schau mal, ein Eisbär!" und "Ist der echt?" zeugen von der ungläubigen Verwunderung, die auch in den Augen der Passanten zu sehen ist und Kindern wie Erwachsenen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Dass Paula für eine bedrohte Tierart steht ist den meisten klar. Dass aber die Arktis, der Lebensraum der Eisbären, nicht nur durch den Klimawandel bedroht ist sondern auch durch hochriskante Ölbohrungen, wissen nur wenige. Seit die norwegische Regierung Ölfelder in der Barentssee zur Ausbeutung freigegeben hat, haben sich außer der norwegischen Firma Statoil auch andere Konzerne die erforderlichen Bohrrechte gesichert, trotz der Proteste eines breiten Bündnisses aus der norwegischen Gesellschaft. Denn mit der weiteren Nutzung von fossilen Brennstoffen wird nicht nur die Klimaerwärmung weiter befördert. Ein Ölunfall in diesen Breiten hätte katastrophale Auswirkungen für die Fischbestände, Wale, Robben, Kaltwasserkorallen und Vogelkolonien. Die Dunkelheit der Wintermonate, Stürme, Kälte sowie Eisberge stellen eine Herausforderung für Mensch und Material dar und machen eine Ölbekämpfung nahezu unmöglich.

Deshalb fordern auch wir von Greenpeace Esslingen nicht nur ein Verbot von Ölförderungen in der hohen Arktis, sondern zugleich die Errichtung eines internationalen Arktisschutzgebiets. Viele des Passanten unterstützen uns durch ihre Unterschrift, freuen sich über ihre Begegnung mit einer Eisbärdame, und gehen mit einem Lächeln weiter zum Weihnachtsmarkt.

Hier gibt's ein kurzes Video!

Ulrich