FSJ-Tag

Was macht eigentlich Greenpeace?

Samstag, 15.07.2017: „FSJ-Tag“. In Kooperation mit dem Diakonischen Werk führten wir einen Seminartag für 15 Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg durch, die derzeit ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr absolvieren. Das Seminar begann mit einer kurzen Einführung in die Geschichte von Greenpeace, in die Arbeitsweise, Struktur und die Prinzipien, worauf die Vorstellung von Greenpeace Esslingen folgte, mit repräsentativen Aktionen aus der Vergangenheit, und mit gegenwärtigen Projekten.

Im Zusammenhang mit den Recherchen und Vorbereitungen für den geplanten „Nachhaltigen Einkaufsführer für Esslingen“ kamen wir zum Thema „Mikroplastik in Kosmetik- und Körperpflegeprodukten“. Den meisten war die globale Plastikmüll-Problematik klar. Aber dass ein nicht unwesentlicher Teil der langlebigen Kunststoffe, die die Weltmeere belasten, aus Kosmetikartikeln stammt, war für alle eine Überraschung. Jeden Tag gelangt Mikroplastik aus Peelings, Duschgels oder Make-up über den Abfluss in die Flüsse und Meere, bindet Giftstoffe, wird mit Nahrung verwechselt und gefährdet kleine wie große Meeresbewohner. Aber mithilfe einer Liste der gängigsten Kunststoffe in Körperpflege- und Kosmetikartikeln ist es möglich, beim Kauf solche Produkte zu meiden und stattdessen natürliche und umweltfreundliche Artikel zu kaufen.

Nach einem gemeinsamen Pizzaessen im Park bekamen die Jugendlichen die Aufgabe, das Sortiment in verschiedenen Geschäften unter die Lupe zu nehmen und nach Produkten mit den Siegeln von BDIH und NATRUE zu suchen. Übereinstimmendes Fazit: viele der konventionellen Produkte enthalten einen oder mehrere der aufgelisteten Stoffe, auch wenn sie z.T. als „natürlich“ beworben werden. Und: die VerkäuferInnen sind kaum informiert über die Inhaltsstoffe und die damit verbundenen Gefahren für die Umwelt.

Zum Schluss führten wir noch eine spontane Mini-Aktion in der Fußgängerzone durch: eine stilisierte Nivea-Verpackung wurde von uns allen mit den Namen der Kunststoffe in Kosmetikprodukten beschriftet, was bei vielen Passanten Interesse bis Diskussionsbereitschaft auslöste. Für die Teilnehmer war dies ein stimmiger Abschluss eines insgesamt lehrreichen Seminartages.

Ulrich