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Weihnachtsaktion

Lasst die Welt nicht den Bach runter gehen!

Esslingen, 17.12.2016: Wie alljährlich in der Adventszeit ist auf der St. Agnes-Brücke in Esslingen reger Betrieb: Einheimische wie Fremde sind unterwegs von den Geschäftsstraßen zum Historischen Weihnachtsmarkt und zurück, um schnell noch ein paar Geschenke zu kaufen oder sich einfach von der Stimmung in der weihnachtlich geschmückten Stadt verzaubern zu lassen.

Mit Erstaunen sehen sie eine große Erdkugel über dem Kanal schweben; erst auf den zweiten Blick fällt unser Banner ins Auge: „Lasst die Welt nicht den Bach runter gehen!“ – ein eindringlicher Appell an jede(n), sich ihrer/seiner Verantwortung für eine intakte Umwelt bewusst zu sein. Auch die beiden Aktivisten im Schlauchboot weisen per Handbanner und Megaphon darauf hin, dass wir nur eine Erde haben, und dass wir auf sie achten müssen, wenn wir sie für künftige Generationen erhalten wollen.

Auch wenn Themen wie Umwelt und Klima angesichts aktueller Entwicklungen z.B. in Syrien, der daraus entstehenden Flüchtlingsproblematik sowie dem allgemeinen Rechtsruck in Europa in den Hintergrund treten: die Verschmutzung der Meere, die Überdüngung und Belastung der landwirtschaftlichen Flächen mit Chemikalien, die Luftverschmutzung sowie die weiter steigenden CO²-Werte durch die Verwendung fossiler Energieträger in der Industrie, im Verkehr und zur Gewinnung von Elektrizität sind Faktoren, die allesamt Besorgnis erregen. Dazu kommt ein gewählter Präsident in den USA, der die Tatsache des Klimawandels leugnet und einen Stab von Mitarbeitern um sich schart, denen mehr an Macht und Wohlstand ihres Landes gelegen ist als daran, globale Probleme gemeinsam zu lösen.

Unser Aufruf „Lasst die Welt nicht den Bach runter gehen“ geht deswegen an jede(n) Einzelne(n), im Rahmen ihrer/seiner Möglichkeiten aktiv zu sein und sich täglich für gesunde Nahrungsmittel, giftfreie Kleidung und einen verringerten Verbrauch fossiler Energien zu entscheiden. Nur gemeinsam – und trotz vielseitiger Bestrebungen, eine lebenswerte Zukunft aufs Spiel zu setzen zugunsten persönlicher oder nationaler Macht – können wir das Schlimmste verhindern.

Viele Passanten reagieren positiv. Sie bedienen sich am Stand mit Infomaterial, nehmen sich Zeit für Diskussionen, schmücken unseren Weihnachtsbaum mit bemalten Kugeln und ermutigenden Wünschen, oder fotografieren die Erdkugel, die über dem Wasser hängt.

Ulrich