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FSJ-Tag

Was macht eigentlich Greenpeace?

23.07.2016: In Zusammenarbeit mit der Diakonie Baden W├╝rttemberg hatten wir einen Begleittag f├╝r Absolventen eines Freiwilligen Sozialen oder ├ľkologischen Jahres (FSJ bzw. F├ľJ) angeboten, der in der "Laterne", einem Seminarraum der Ev. Kirche in Esslingen, stattfand. Leider waren von den 20 angemeldeten Teilnehmern nur sechs erschienen, und so waren wir Greenpeacer zeitweise sogar in der ├ťberzahl. Unser geplantes Programm konnten wir trotzdem durchf├╝hren:

Nach einer Einf├╝hrung in die Geschichte und die Arbeit von Greenpeace und einer Vorstellung der Gruppenaktivit├Ąten von Greenpeace Esslingen (am Beispiel des von uns organisierten Aktions-Wochenendes im April) konzentrierten wir uns auf ein aktuelles Greenpeace-Thema: Detox - Zeit zu entgiften!

Jedes Jahr werden weltweit etwa 80 Milliarden Kleidungsst├╝cke produziert, bei deren Herstellung massiv gesundheits- und umweltsch├Ądliche Chemikalien eingesetzt werden. Die Abw├Ąsser aus den Fabriken vergiften in den Produktionsl├Ąndern, vor allem in Asien und Mittelamerika, Fl├╝sse und Trinkwasser. Ziel der Greenpeace-Detox-Kampagne ist es, auf diese Missst├Ąnde aufmerksam zu machen und f├╝hrende Modefirmen unter Druck zu setzen, damit sie ihrer Verantwortung f├╝r Umwelt und Gesundheit von Menschen und Tieren gerecht werden und ihre Herstellungsprozesse entgiften. Gleichzeitig sollen aber auch die Verbraucher sensibilisiert werden f├╝r die Gefahren, die durch un├╝berlegtes Konsumverhalten unterst├╝tzt werden. Durch den bewussten Kauf von unbelasteten und haltbaren Kleidungsst├╝cken sowie die Weitergabe gebrauchter Textilien kann ein gro├čer Teil der verwendeten Gifte vermieden und Druck auf die Modebranche ausge├╝bt werden, auf umweltfreundliche Produkte zu setzen.

Nach einer Einf├╝hrung in die Problematik waren die Teilnehmer des FSJ-Begleittages aufgefordert, in umliegenden Textilgesch├Ąften nach umweltfreundlich hergestellten Produkten zu suchen, die Ergebnisse zusammenzutragen, und sich zu ├╝berlegen, wie man ÔÇô im Rahmen einer Greenpeace-Aktion oder auch als Einzelperson ÔÇô dazu beitragen kann, dass es in der Textil- und Modebranche wie auch bei den Konsumenten zu einem Umdenken und damit zu einem verantwortlichen Verhalten kommt.

Auch wenn die Teilnehmer bei diesem ersten Kontakt mit der Greenpeace-Gedankenwelt und dem Thema Gift in Kleidungsst├╝cken nicht gleich zu engagierten Aktivisten wurden: bestimmt werden sie den Inhalt ihres Kleiderschranks oder das Angebot beim n├Ąchsten Kleiderkauf mit anderen Augen betrachten.

Ulrich