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McGen - nein danke!

McDonalds läßt wieder Genfutter bei der Hühnermast zu — NEIIIIN!

15.11.2014: Die McDonalds-Filiale in Göppingen liegt für eine Protestkampagne sehr günstig: mitten in der Stadt, direkt im Bahnhofsgebäude. Und direkt davor: unsere Plakate, die in Strohballen stecken und allen Passanten eindeutig klar machen, um was es uns geht: McDonalds soll weiterhin darauf verzichten, Hühner zu verbraten, die mit Gentechnik-Futter gemästet wurden.

13 Jahre lang hat genau das sehr gut geklappt, – und plötzlich soll nicht mehr genügend gentech-freies Futter verfügbar sein?! Oder nur noch zu teuer? Die Nachfrage regelt das Angebot!, und 80% der McDonalds-Kunden wollen keine Gentechnik in ihren McChicken- oder ChickenMcNuggets-Menus. Auch sind sie bereit, den einen Cent Mehrkosten, den ein Chickenburger ohne Gentech-Futter kosten würde, zu übernehmen. Die Gründe für den McDonalds-Rückfall - Verfügbarkeit und höherer Preis - sind also hinfällig.

Leider sind die Produkte nicht gekennzeichnet: während McD in Frankreich, Österreich und der Schweiz weiterhin ohne Gensoja produziert, tappen deutsche Konsumenten im Dunkeln. Die Verbraucher können nicht erkennen, dass Gentechnik zum Einsatz kam. Oft wissen nicht einmal die Mitarbeiter oder Filialleiter, wie die Nuggets und Burger produziert werden.

McDonald's Deutschland könnte ohne große Probleme auf Gentechnik verzichten. Das wäre ein erster Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Produktion. Doch der Konzern setzt auf Billigfleisch. Damit ist die Fast-Food-Kette verantwortlich für den massiven Einsatz von Gen-Futter und Antibiotika in der Tierhaltung sowie für miserable Haltungsbedingungen.

Obwohl sich die Erwartung großer Passantenströme vor dem Göppinger Bahnhof nicht erfüllt, ist die Zahl derer, die sich gegen Gentechnik im Futter von McDonalds positionieren, erstaunlich groß. Und da Greenpeace zeitgleich in weiteren 43 deutschen Städten Druck auf die weltweit größte Fastfood-Kette ausübt, und auch online die Möglichkeit besteht, sich gegen Gentechnik zu engagieren, ist unsere Hoffnung groß, dass der Protest nicht wirkungslos bleibt.

Ulrich