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TTIP und CETA

Internationaler Aktionstag gegen Freihandelsabkommen mit USA und Canada

11.10.2014 Kirchheim/Teck — der Lärm, den das kleine Straßentheater in der Fußgängerzone machte, war von weitem zu hören: ein Grüppchen von Demonstranten, die mit ihren Schildern klar machten, dass sie für Werte wie Demokratie, Umwelt- und Klimaschutz, Arbeitnehmerrechte und Verbraucherschutz eintreten, war gefesselt und immer wieder durch zugeklebte Münder zum Schweigen gebracht. Gleichzeitig konnte ein Grüppchen von Wirtschaftsbossen, vor allem aus der Chemischen Industrie und dem Energiesektor, ihre Freude über ihre zusätzlichen Gewinne durch TTIP und CETA nicht verhehlen. Sie prosteten sich zu, lachten die Demonstranten aus und führten Freudentänzchen auf.

Gemeinsam mit etwa 240 anderen Organisationen in ganz Europa, die sich der selbstorganisierten Bürgerinitiative „Stop TTIP"angeschlossen haben, fordert auch Greenpeace die Institutionen der Europäischen Union und ihre Mitgliedsstaaten dazu auf, die Verhandlungen mit den USA über die „Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft“ (TTIP) zu stoppen, sowie das „Umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen“ (CETA) mit Kanada nicht zu ratifizieren. Zwar waren einigen der Passanten die Begriffe TTIP und CETA fremd, oder sie gaben sich in Gesprächen als Befürworter der Verträge zu erkennen. Dass die Sorgen um Verluste von demokratischen Werten, von Umweltstandards und Verbraucherrechten im Fall der Ratifizierung der Freihandelsverträge jedoch längst in der breiten Bevölkerung angekommen ist, zeigte sich an der regen Beteiligung an der Unterschriftenaktion und an den vielen positiven Rückmeldungen zum Einsatz von Greenpeace für dieses Thema.

Ob die Sorgen der Bürger nun der Untergrabung der
Demokratie", den Machenschaften der Wirtschaft mit Hilfe des Investitionsschutzes" oder unseren Errungenschaften beim Verbraucherschutz" und Umweltschutz" gelten: immer steht die Angst im Vordergrund, von mächtigen Wirtschaftsunternehmen überlistet und von der Politik entmachtet zu werden. Dagegen wehren auch wir uns und fordern jede/n auf, sich an unserem „Protest" anzuschließen.





Ulrich