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Erdöl in Esslingen?

Für ein Schutzgebiet in der Arktis

20.07.2013: „Wäre hier Öl, Shell würde bohren“ war auf dem Schild zu lesen, das wir an verschiedenen markanten Orten mitten in der Stadt aufstellten, und die Reaktionen der Passanten waren überwiegend positiv. Mit dieser Aktion machten wir – zusammen mit 50 weiteren Greenpeace-Gruppen in Deutschland – darauf aufmerksam, dass die großen Konzerne ein gieriges Auge auf die Bodenschätze geworfen haben, die sich unter dem arktischen Eis befinden, ungeachtet der Bedrohungen, die sich daraus für das dortige Ökosystem wie auch für das globale Klima ergeben.

Durch den Klimawandel schwindet das arktische Meereis. Das kommt Shell und anderen Ölkonzernen mehr als gelegen. Mit Milliarden-Investitionen und einer Armada von Spezialschiffen und Bohrplattformen wollen sie die letzten Ölreserven dieser Erde ausbeuten. Das führt zum einen dazu, dass immer noch mehr Öl verbrannt wird, wodurch der Klimawandel beschleunigt wird, was wiederum zur Folge hat, dass sich das arktische Meereis weiter zurück zieht, wodurch weniger Sonnenlicht reflektiert wird, was dann wieder den Klimawandel anheizt…

Zudem können bei einem Unfall große Gebiete der Arktis zerstört werden – und Unfälle scheinen unvermeidbar zu sein, wie verschiedene Havarien von Shells Bohrschiffen im letzten Jahr gezeigt haben!

Greenpeace sagt: Stopp! Wir müssen diesem Treiben endlich Einhalt gebieten. Eine Ölkatastrophe wie 2010 - ausgelöst durch die Explosion der "Deepwater Horizon"-Plattform im Golf von Mexiko - würde den Arktischen Ozean für Generationen zerstören. Eine Beseitigung des Öls ist in der Arktis so gut wie unmöglich, wie die Havarie des Öltankers "Exxon Valdez" vor über 20 Jahren zeigt. Nur ein internationales Schutzgebiet rund um die Arktis kann eines der letzten intakten Gebiete weltweit vor Ausbeutung und Zerstörung bewahren.

Weitere Informationen und die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden, finden sich hier.

Ulrich