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Bienenkiller

Gruppenaktionstag in Göppingen: Pestizide töten Bienen

22.06.2013: Wenn man unser jüngstes Nachwuchstalent Leefke (ein Jahr alt) mitzählt, waren wir zu sechst, um in zwei Göppinger Baumärkten gegen die Verwendung von Pestiziden zu protestieren, die erwiesenermaßen zum Tod von Bienen führen.

Das Hauptziel dieser deutschlandweiten Aktion war es, Druck auf mehrere Baumarktketten auszuüben, damit sie Produkte aus ihrem Sortiment nehmen, die die hochwirksamen Neonikotinoide enthalten – synthetische Nervengifte, die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) mit Wirkung ab Dezember 2013 für zwei Jahre verboten wurden. Aber auch andere Wirkstoffe gefährden die Existenz von Wild- und Honigbienen und sollten komplett aus den Regalen der Händler verschwinden. Zwar wird ein Großteil dieser und ähnlicher Stoffe in der Landwirtschaft verwendet, doch sind es immer noch 500 Tonnen Pestizidwirkstoffe jährlich, die im Kleingartenbereich eingesetzt werden und die in Gartencentern und Baumärkten frei erhältlich sind.

Bei unserer Aktion in Göppingen sprühten wir im Eingangsbereich von TOOM und OBI das Bild von getöteten Bienen auf den Boden sowie die Nachricht „Pestizide töten Bienen“. Bei beiden Märkten hatten wir genügend Zeit, Gespräche mit den interessierten Kunden, und dann auch mit den jeweiligen Marktleitern zu führen. Viele Kunden erklärten sich bereit, bei unserer Aktion mitzumachen durch das Abgeben von Protestkärtchen im Baumarkt.

Insgesamt reagierte die Mehrzahl der von Greenpeace Deutschland im Vorfeld angeschriebenen Baumärkte positiv, und die Aktion von insgesamt 50 Gruppen in ganz Deutschland war sicher eine zusätzliche „Entscheidungshilfe“, das Thema "Bienensterben und Pestizide" ernst zu nehmen und den Forderungen von Greenpeace nachzukommen: sofort alle Produkte aus dem Sortiment zu nehmen, die für Bienen gefährlich sein können, und durch ungiftige Alternativen zu ersetzen.

Weitere Informationen, den ausführlichen Greenpeace-Report „Bye bye Biene“ sowie den Trailer des sehr aufrüttelnden Films „More than Honey“ gibt es hier.

Ulrich