Termine




Klimafest

... und noch einmal: Detox!

8.06.2013: Parallel zum traditionellen Erdbeerfest in der Küferstraße fand in der Ritterstaße zum dritten Mal das Esslinger Klimafest statt, ausgerichtet von der Stadt und organisiert von der Agentur Blumberg. Links und rechts des grünen Teppichs hatten verschiedene Umweltgruppen ihre Stände aufgebaut und präsentierten ihre Projekte - mittendrin Greenpeace Esslingen.

Unser Stand trug die Überschrift „Nachhaltige Mode“, und konkret ging es um das immer noch aktuelle Thema „Detox“. Zwar haben inzwischen einige große Textilhersteller verstanden, dass die Verwendung von z.T. hochgiftigen Chemikalien bei der Herstellung der von ihnen in Auftrag gegebenen Kleidungsstücke nicht nur gesundheitliche Schäden bei den meist asiatischen Textilarbeitern wie auch bei uns Konsumenten mit sich bringt, sondern auch katastrophale Konsequenzen für die Umwelt hat. Doch neben der kritischen Begleitung der begonnenen Prozesse (Offenlegung der gesamten Produktionskette, Ersetzen der toxischen Stoffe durch ungiftige, usw.) gilt es besonders auch, das Kaufverhalten der Konsumenten hierzulande zu verändern. Anstatt kurzlebige Billigmode, Textilien im used-look oder schrill gefärbte Kleidung zu kaufen, sollten wir auf Haltbarkeit und umweltschonende Herstellungsprozesse achten.

Hier ist allerdings guter Rat teuer. Die große Masse der Textilien, die in Deutschland gekauft werden, ist nach wie vor belastet, umweltfreundliche und gleichzeitig modische Kleidung ist schwer zu finden und zudem meist teurer als die Massenware. Doch ohne Nachfrage bzw. Druck von Seiten der Konsumenten wird der Umstellungsprozess noch weit langsamer vonstatten gehen als von einigen Textilfirmen inzwischen versprochen.

Das Interesse an dem Thema „Detox“ war phasenweise ziemlich groß, unser Infostand war gut besucht, und auch das Interview, das unsere Chemie-Fachfrau Astrid auf der großen Bühne gab (Ziele der Greenpeace-Detox-Kampagne, Biobaumwolle, Schadstoffe, Labels, was kann man als Esslinger tun.... ) kam gut an.

Hoffen wir, dass auch unser Appell, aktiv bei unserer Greenpeace-Gruppe mitzumachen, auf offene Ohren traf.

Ulrich