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Leuchtender Protest


Leuchtender Protest

Keine Castortransporte mehr nach Gorleben
Gorleben ist unsicher!


5.11.2011: „Jetzt haben wir doch den Atomausstieg, was wollt ihr denn jetzt noch?“ fragte ein Passant angesichts unseres Infostandes in der Esslinger Fußgängerzone. Und in der Tat war es nicht einfach, unseren Widerstand gegen die Castortransporte nach Gorleben zu vermitteln:

das als Alternative vorgeschlagene AKW Philippsburg ist sicherer, die Wege sind kürzer und ein Umladen auf LKW entfällt. Aber vor allem wehren wir uns gegen die hinterlistigen Versuche der schwarz-gelben Bundesregierung, den ungeeigneten Salzstock in Gorleben klammheimlich zum Endlager umzufunktionieren. Außerdem sollte, nach dem Verursacherprinzip, das Land Baden-Württemberg mit seinen vier Atomkraftwerken auch den dort angefallenen Atommüll (zwischen-) lagern können.

Trotz des schwierigen Themas bekamen wir auch viel Anerkennung für unseren Einsatz und unsere Ideen: auf einer umgebauten Weihnachtspyramide fuhr ein kleiner Castortransport im Kreis, während die Engel auf der oberen Etage Greenpeace-Parolen präsentierten. Unsere Buttonmaschine war ständig im Einsatz und produzierte selbstgemalte oder Atomfratzen-Buttons. Unsere Einladung, an der großen Anti-Castor-Demonstration am 1. Advent in Dannenberg teilzunehmen, stieß angesichts der großen Entfernung allerdings auf wenig Resonanz. Dafür hefteten viele Passanten eine Botschaft an einen Adventskranz, der stellvertretend für alle dabei sein wird, - und dafür durften sie von den selbstgebackenen Plätzchen in X-Form probieren.

Ein drei Meter hohes X als Symbol des Widerstandes gegen die Castortransporte spielte dann in der Dämmerung nochmals eine große Rolle: vor dem Hintergrund der Esslinger Altstadt, von vielen kleinen Kerzen beleuchtet und flankiert von „Atom“-Fässern und gekreuzten Fackeln, strahlte es seine Botschaft in die Welt.

Ulrich