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die Kette durch den Rosensteinpark

Das La-Ola-Spiel


Menschenkette

60.000 Atomkraftgegner zwischen Neckarwestheim und Stuttgart

12.03.2011-Stuttgart: Bestimmt trägt auch der strahlend blaue Himmel dazu bei, dass 60.000 Menschen aus ganz Deutschland sich die Hände reichen, um die Kette zwischen dem Atomkraftwerk Neckarwestheim und der Landeshauptstadt zu schließen — so richtig gute Stimmung will aber trotzdem nicht aufkommen. Zu tief sitzt noch der Schock der Ereignisse in Japan am Vortag: ein Erdbeben der Stärke 9, eine zehn Meter hohe Tsunamiwelle, die weite Küstenstriche im Nordosten des Landes zerstört, viele hundert Menschen tötet und das Kühlsystem des Atomkraftwerks Fukushima so stark beschädigt, dass die Angst vor einer nuklearen Katastrophe allgegenwärtig ist.

Wir sind bei dieser erfolgreichen Demonstration gegen die Atompolitik der Landesregierung nicht nur einige Glieder in der Kette, sondern betreuen auch zwei Streckenposten, vom Stuttgarter Löwentor durch den ganzen Rosensteinpark nach Süden: Infomaterial bereitstellen, die Menschen zur Kette ordnen, für alle Fragen zur Verfügung stehen, die Teilnehmer auf dem insgesamt 3 km langen Streckenabschnitt zählen — das ist viel aufwendiger, als wir gedacht hätten. Und nebenbei motiviert Mieke die Leute in der Kette zu einem Spiel: Atomkraft-nein-Danke und Erneuerbare-ja-Bitte steht vorne und hinten auf den Schildern, die als La-Ola-Welle abwechselnd hochgehoben werden.

Anschließend sind wir noch bei der Kundgebung auf dem Schloßplatz dabei, aber zu erschöpft, um noch sehr aktiv zu sein.

Ulrich