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Fiktiver Atomalarm bei den Esslinger Umwelttagen

13.11.2010 - fünf vor zwölf vor dem Alten Rathaus: Langgezogenes Sirenengeheul, ein gutes Dutzend Menschen fallen zu Boden, dann eine Stimme aus dem Megaphon: "Achtung, Achtung! Dies ist eine Durchsage des Strahlenschutzkommandos GP-ES 2010. Es ist zu einem schweren Zwischenfall im Atomkraftwerk Neckarwestheim gekommen!"

Mehrere Personen in Strahlenschutzanzügen markieren die Positionen der am Boden Liegenden mit Kreidestrichen, und die vielen Passanten, angelockt durch die Sirenentöne und die Stimme aus dem Megaphon, lauschen gebannt den Warnungen vor den Gefahren eines nuklearen Unfalls. Der Sprecher beschreibt die akuten körperlichen Symptome und die Langzeitfolgen einer atomaren Verstrahlung und gibt Verhaltensanweisungen für den Ernstfall.

Dann die Entwarnung: "Der vorangehende atomare Zwischenfall war rein fiktiv, es besteht keine Lebensgefahr". Doch allen ist klar: bei einem Unfall im nur 35 km Luftlinie entfernten Neckarwestheim sind auch alle Bürger von Esslingen und der weiten Umgebung betroffen und massiv bedroht.

Klar ist inzwischen auch, dass es sich bei diesem gespielten Atomalarm um eine Aktion von Greenpeace Esslingen handelt, um auf die Gefahren der Atomenergie aufmerksam zu machen und gegen die Energiepolitik der schwarz-gelben Regierung zu protestieren. Die Reaktionen auf den "Atomalarm" sind durchwegs positiv, was bei den anschließenden Gesprächen deutlich wird. Am Greenpeace-Infostand, der im Rahmen der Esslinger Umwelttage im Alten Rathaus aufgebaut ist, unterstützen viele Menschen die Forderungen von Greenpeace:
• Atomausstieg so schnell wie möglich
• sichere Atommüll-Endlagerung
• stärkere Förderung regenerativer Energien

Ulrich